Autor: Stefanie Ross
Titel: Fatale Bilanz - Ein Hamburg-Krimi
Verlag: Sutton Krimi
Preis: 12,00€ (ISBN 978-3-954-000-302)
Schüsse peitschen über den Hamburger Rödingsmarkt. Ein Scharfschütze nimmt den Bankmanager Joachim Kranz und die herbeieilende Polizei aufs Korn. Doch er verschwindet spurlos, ohne jemanden zu verletzen.
Sven Klein vom Wirtschaftsdezernat des Hamburger LKA übernimmt den Fall auf Geheiß des Polizeipräsidenten und stößt auf mehr Fragen als Antworten. Warum bleibt Kranz so merkwürdig unbeteiligt? Und warum leugnet er strikt, dass er oder die Bank Feinde haben könnten, obwohl jeder Befragte schon beim Namen Kranz mit den Augen rollt? Als die Bank in Verdacht gerät, als Deckmantel für die Finanzierung von Al-Qaida zu dienen, wird Klein richtig neugierig. Da spielen die Dienstvorschriften keine so große Rolle mehr bis die Ermittler selbst ins Fadenkreuz der Terroristen geraten.
Schon alleine das Cover verrät hochexklusive Spannung, die sich durch das ganze Buch schlängelt. Der Untertitel "Ein Hamburg-Krimi" macht seinen Namen alle Ehre: ausführliche Beschreibungen der Hansestadt lassen jeden Hamburger sein Herz höher schlagen! Das kann mitunter für Nicht-Hamburger und/oder für Leser, die noch nie in Hamburg waren, langweilend wirken.In "Fatale Bilanz" geht es richtig heiß her: angebliche Wirtschaftsprüfer outen sich als Soldaten der Navy Seal, eine Ehefrau kann es nicht lassen, hinter ihrem Mann zu ermitteln. Klar, dass dabei so einiges schiefen gehen kann und wird. Stefanie Ross versteht es, die Spannung im Buch ständig aufrecht zu erhalten und den Leser richtig zu fesseln.
Monday, 15 October 2012
Wednesday, 3 October 2012
Das Haus in der Löwengasse von Petra Schier
Titel: Das Haus in der Löwengasse
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 8,99€ (ISBN 978-3-499-25901-2)
Nur das Schicksal kennt ihren Weg. Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße – mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste. Dann kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?
Autoren, die sich historischen Büchern widmen, haben es besonders schwer: sie müssen nicht nur gut recherchieren und die geschichtlichen Hintergründe kennen, sie müssen auch versuchen, diesem den Leser auf leichte Art herüberzubringen. Und genau das beherrscht Petra Schier: sie entführt den Leser in eine spannende Vergangenheit, orientiert sich aber auch an der Gegenwart und lässt eine Liebesgeschichte aufleben, die sowohl damals als auch heute auf eine Art und Weise besonders ist. Dabei verabschiedet sie sich vom Kitsch und wendet sich der Realität zu. Schon auf den ersten Seiten fühlt man mit Pauline Schmitz mit, man hofft für sie das Beste, man hält den Atem an, wenn ihr was zustößt. Das Buch ist so gut und spannend geschrieben, dass ich es regelrecht verschlungen habe. Es geht im Buch aber nicht nur um die Liebe, sondern auch um Geld, um Existenzängste. Genau diese Mischung enthält sehr viel Anreiz zum Lesen. Einfach wunderbar.
Wednesday, 26 September 2012
Ausgelacht von Steffi von Wolff
Autor: Steffi von Wolff
Titel: Ausgelacht
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Preis: 12,99€ (ISBN 978-39-499-21615-2)
Britt muss während ihre beste Freundin Nana nach New York fliegt 90 Tage lang auf die Tiere ihrer Tante Dora aufpassen, die eine Reise gewonnen hat. Doch nicht nur dass sie 90 Tage in einer Provinz verbringen muss, nein, dazu kommen noch verrückte Nachbarn, ein cholerischer Tierarzt und Callboy Harald, der sich kurzerhand als Untermieter einschleicht.
"Ausgelacht" verspricht auf knapp 223 Seiten eins: pures Lesevergnügen. Das Buch lässt sich fabelhaft lesen, was auch daran liegen mag, dass hauptsächlich Dialoge vorkommen. Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt tiefsinnig, das muss sie aber auch nicht sein. Britt ist ziemlich arrogant und denkt nur ans Geld, aber ihr Humor ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Klar, dass sie sich in Bad Nauheim nicht unbedingt Freunde macht. Wer etwas Auszeit vom Alltag braucht und lachen will, dem würde ich empfehlen, zu diesem Buch zu greifen. .. Ach und eine kleine Liebesgeschichte kommt auch noch vor... Was will man mehr?
Titel: Ausgelacht
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Preis: 12,99€ (ISBN 978-39-499-21615-2)
Britt muss während ihre beste Freundin Nana nach New York fliegt 90 Tage lang auf die Tiere ihrer Tante Dora aufpassen, die eine Reise gewonnen hat. Doch nicht nur dass sie 90 Tage in einer Provinz verbringen muss, nein, dazu kommen noch verrückte Nachbarn, ein cholerischer Tierarzt und Callboy Harald, der sich kurzerhand als Untermieter einschleicht.
"Ausgelacht" verspricht auf knapp 223 Seiten eins: pures Lesevergnügen. Das Buch lässt sich fabelhaft lesen, was auch daran liegen mag, dass hauptsächlich Dialoge vorkommen. Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt tiefsinnig, das muss sie aber auch nicht sein. Britt ist ziemlich arrogant und denkt nur ans Geld, aber ihr Humor ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Klar, dass sie sich in Bad Nauheim nicht unbedingt Freunde macht. Wer etwas Auszeit vom Alltag braucht und lachen will, dem würde ich empfehlen, zu diesem Buch zu greifen. .. Ach und eine kleine Liebesgeschichte kommt auch noch vor... Was will man mehr?
Friday, 21 September 2012
Katzenmond von Christine Anlauff
Titel: Katzenmond
Verlag: aufbau verlag
Preis: 9,99€ (ISBN 978-3-7466-2842-4)
Nur Ärger mit den Frauen: Während Kater Serrano von seiner Exgeliebten Maja überredet wird, sich auf die Suche nach ihrer tollpatschigen Tochter zu machen, kommt Kommissar Liebermann einfach nicht dahinter, wie er es seiner Freundin Nico recht machen kann. Als eine Wasserleiche auftaucht und sich dann noch die Pathologin als echter Problemfall erweist, sitzt Liebermann in puncto Informationen völlig auf dem Trockenen. Serrano kommt indes den blutigen Attacken eines unheimlichen Schattens auf die Spur. Ungeachtet aller Regeln attackiert dieser die Kater des Viertels bei ihrem Werben um drei Perserinnen. Steckt womöglich der alte Schwätzer dahinter, ein so heimtückischer wie brutaler Kater, der seit einem legendären Kampf verschollen ist? Serrano ist gefragt, um die Ordnung im Viertel wiederherzustellen. Doch damit dies gelingt, müssen Liebermann und er zusammenarbeiten.
Wenn Tier und Mensch nebenher ermitteln, kann es nur eins ergeben: Spannung. Während der eine eine hoch brillante Entdeckung macht, ist der andere schon ein Stückchen weiter. Schon in "Katzengold" bewies Christine Anlauff ihr kriminales Talent. Es ist kein Muss den Vorgänger gelesen zu haben, es erleichtert aber ungemein, denn auch im 2. Teil werden einige Charaktere wieder aufgegriffen und das kann an manchen Stellen etwas verwirrend sein, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Witzig ist aber dennoch, wie die Autorin aus zwei Sichten schreibt. Wer eine Katze oder einen Kater besitzt, der wird oft bei den Gepflogenheiten der Katzen zustimmend dasitzen. Es macht auf alle Fälle Spaß den Roman zu lesen, auch wenn die Schrift meines Erachtens etwas zu klein geraten ist.
Monday, 17 September 2012
Alle meine Wünsche von Grégoire Delacourt
Autor: Grégoire DelacourtTitel: Alle meine Wünsche
Originaltitel: La liste de mes envies
Verlag: Hoffmann und Campe
Preis: 15,99€ (ISBN 978-3-455-40384-8)
Jocelyne lebt mit ihren Mann Jocelyn ein bescheidenes Leben im nordfranzösischem Arras. Sie betreibt neben ihren Kurzwarenladen einen Internet-Blog, denn ihre große Leidenschaft ist das Stricken, Nähen und Sticken. Sie liebt ihr Leben, auch ihren etwas ungehobelten Ehemann - bis sich ihr Leben durch einen Lottogewinn verändert.
Was würdet ihr machen, wenn ihr 18 Millionen gewinnt? Genau diese Frage beschäftigt Jocelyne. Auf gerade mal 127 Seiten beschreibt sie ihr Leben, ihren Mann, ihre Umgebung.. und die teils krasse Veränderung durch den Lottogewinn. Sie schreibt Listen, unzählige Listen, auf denen steht, was sie mit dem Geld machen will. Trotzdem verheimlicht sie ihrem Mann den Lottogewinn und denkt nicht an das Einlösen des Checks. Delacourts Schreibweise ist etwas gewöhnungsbedürftig: kurze, knappe Sätze und zwischendurch vulgäre Ausdrücke. Dennoch lässt sich auf 127 viel Inhalt finden, viel zum Interpretieren, viel zum Fantasieren. Jocelynes Geschichte ist rührend und authentisch. Beim Lesen beschleicht einem das Gefühl, dass man in einem Pariser Café sitzt und ihre Geschichte erzählt bekommt. Dabei geht es nicht nur um den Lottogewinn, das Buch regt zum Nachdenken an: was würde sich nicht alles mit einem Lottogewinn verändern? Wie würde mein Leben mit so viel Geld aussehen? Würde meine Partnerschaft in die Brüche gehen? Und noch mehr: würde ich mich verändern? Inwiefern? Fragen über Fragen, und jeder beantwortet sie sich anders.
Subscribe to:
Posts (Atom)
